vgl. Nabelschnurbruch; eher seltene (1:2.500 Geburten) Fehlbildung mit hoher Assoziation zu Chromosomenstörungen, weiteren Anomalien und Syndromen.

Bis zur 11. SSW ist ein kleiner, unterhalb von 10 mm großer Nabelschnurbruch normal (sog. physiologsicher Nabelbruch). Danach kehrt normalerweise der Inhalt des Nabelbruchs aufgrund sich ändernder Druckverhältnisse ohne Folgen wieder in den Bauchraum zurück.

Bleibt es bei einer Ompahlozele, sollte eine weitere Ultraschalldiagnostik und die Klärung des kindlichen Chromosomenbefundes erfolgen (Amniozentese, Karyotypisierung).

Der Bruchsack kann eine erhebliche Größe annehmen und in unterschiedlichem Ausmaß Organe beinhalten wie Leber, Darm oder Magen. Der Fetus zeigt folglich bei der Messung des Brustkorbs eine zunehmende fetale Wachstumsretardierung an (die aber so gar nicht vorliegt). Je nach Beeinflussung der Magenpassage kann es zu einer Vermehrung der Fruchtwassermenge (Polyhydramnion) und damit zu einem Anstieg des Frühgeburtsrisikos kommen.

Die genetischen Befunde und die Ultraschalluntersuchung sind bezüglich der Prognose des Kindes eminent wichtig. Liegt eine isolierte Omphalozele vor (keine weiteren Organbefunde/ normale Genetik) kann die Prognose als durchaus günstig eingeordnet werden. Einschränkend wirken sich naturgemäß Frühgeburtlichkeit und die Lungenentwicklung/ Lungenreife aus.
Die nachgeburtliche operative Sanierung ist nicht immer einfach aber sehr häufig erfolgreich. Die Rückverlagerung der Organe aus dem Bruchsack in den Bauchraum kann Zeit bzw. auch mehrere Operationen in Anspruch nehmen.

Wichtig ist die vorgeburtliche Interdisziplinäre Beratung der Eltern unter Einbeziehung der sonographischen und genetischen Befunderhebung. Dabei werden vor- wie nachgeburtliches Management besprochen bzw. festgelegt.

Nach aktuellen Empfehlungen sollte das Kind per Kaiserschnitt (primäre Sectio) entbunden werden, die Entbindung an sich in einem Perinatalzentrum Level I erfolgen. Die angegliederte Kinderchirurgische Abteilung soll über reichlich Erfahrung mit der Versorgung einer Omphalozele verfügen.